


Seit einigen Jahren verzeichnet der E-Commerce in vielen Marktbereichen ein deutliches Wachstum. Doch es scheint, dass einige Unternehmen auch in physische Geschäfte investieren.
Ein Beispiel für diesen Trend ist Amazon, der König des Online-Shoppings, der in seinen 500 Filialen mehr als 14 Milliarden Dollar für den Kauf von Whole Food ausgibt.
Diese neue Revolution findet in einer Zeit statt, in der es eigentlich eine „Einzelhandels-Apokalypse“ geben sollte. Die Insolvenzen betreffen Bekleidungsketten, deren Ladenflächen begrenzt sind und die hohe Schuldenlast tragen.
Diese besondere Situation könnte bedeuten, dass sich der Einzelhandel an einem kritischen Punkt befindet, an dem E-Commerce-Unternehmen den Wert von Ladengeschäften erkannt haben. Im Fall von Amazon verzeichnete das Unternehmen in den Regionen, in denen es physische Geschäfte eröffnete, einen leichten Anstieg des Online-Shoppings.
Einer Analyse von Citi Research zufolge werden wir in fünf Jahren nicht mehr darüber diskutieren, ob Onlinehändler dem stationären Einzelhandel Marktanteile abnehmen, denn sie sind alle gleich.
Dieser Wendepunkt im Einzelhandel könnte enorme Folgen für die Volkswirtschaft, die regionale Ungleichheit und die Erwerbsbevölkerung haben. In städtischen Gebieten schließen zahlreiche Kaufhäuser aufgrund niedriger Umsätze, doch reiche Geschäfte in Städten und Vororten versuchen, eher wie Ausstellungsräume zu agieren.

Die Zahl der Einkaufszentren, in denen Online-Händler ihre Geschäfte betreiben, ist seit 2012 um rund 1000 % gestiegen, da sie eine neue Kundengruppe erreichen konnten: die Millennials. Diese Geschäfte arbeiten nicht mit Lagerbeständen, sondern geben Bestellungen in Fulfillment-Centern auf, die die Produkte dann direkt an die Haustür liefern.

Bekannte Online-Shops wie Warby Parker eröffnen bevorzugt Geschäfte in ihren profitabelsten Zonen. So hat es Amazon beim Kauf von Whole Food gemacht, was dem Unternehmen in wohlhabenden Innenstädten und wohlhabenden Vororten gute Ergebnisse bescherte.
Auf der anderen Seite haben die Einkaufszentren in den Vororten in den unteren Lagen große Probleme. Vielerorts schließen Kaufhäuser, was zu leeren Geschäftsräumen und einer Krise für die lokale Wirtschaft und die Gemeinschaft führen würde.

Wenn Sie ein Geschäft haben, gilt die Kassierertätigkeit als einer der wichtigsten Berufe. In den USA sind mehr als 3,5 Millionen Menschen als Kassierer tätig. Dieser Beruf ist jedoch aufgrund der Veränderungen im Einkaufsverhalten bedroht. Da online eingekauft wird, ist kein Kassierer mehr erforderlich.
Es scheint, dass E-Commerce dazu beiträgt, das Einkaufen produktiver zu gestalten, vor allem indem es den Großteil der „Arbeit“ der Verbraucher ersetzt. Alle unbezahlten Tätigkeiten werden in Fulfillment-Centern in bezahlte Arbeit umgewandelt. Dazu gehört beispielsweise die Auftragsabwicklung und der Versand; in den letzten Jahren sind dadurch über 400.000 neue Arbeitsplätze entstanden.

Selbstfahrende Autos scheinen im Einzelhandel eine potenzielle Idee zu sein. Man denkt über autonome Fahrzeuge nach, ähnlich wie bei modernen Gewerbeimmobilien. Marken wie Walmart und Amazon wären von dieser Idee begeistert, da sie günstige Alternativen für die Lieferung von Produkten bis an die Haustür benötigen.
Dieser Gedanke könnte als futuristischer Wunsch angesehen werden. Softwareunternehmen und Autohersteller prognostizieren ihn jedoch allgemein. Überträgt man die Idee auf den Einzelhandel, könnte man sagen, dass autonomes Fahren als eigenständiger LKW beginnen könnte, der dazu beitragen könnte, Einkaufszentren in Städten und Vororten zu leeren, die Straßen zu überfluten und Staus zu verursachen, vor allem für private Fahrer.
Auch wenn sich die Auswirkungen dieser Regulierungen und autonomen Technologien auf den elektronischen Handel noch nicht absehen lassen, lässt sich doch erahnen, was in einigen Jahrzehnten mit dem Online-Shopping passieren könnte. Es könnte als Durchbruch gelten, als tiefgreifende Veränderung des Einkaufs, die als nationales Erbe für den Einzelhandel gelten könnte.

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